![]() |
Ein Kurzurlaub 2009 nach London wurde auch zum Besuch der Royal Air Force Museum am Stadtrand von London genutzt. Mit der U-Bahn ist man recht schnell dort, die schwarze (nördliche) Linie bringt einen z.B. in ca. 30 min von der Station Kings Cross nach Colindale (Achtung, die Linie teilt sich in zwei Strecken, man muss den linken Ast erwischen), wo man aussteigen muss. Kommt man den Ausgang hoch, geht man nach links und nach wenigen Metern erreicht man einen Kreisverkehr, an dem der erste Wegweiser steht. Dort ca. 3/4 (links) herum erreicht man schon die Straße in Richtung Museum und nach ca. 5 min. Fußweg ist man dort. Sehr praktisch ist für den Modellbauer, dass sich der londoner Ableger des bekannten Modellbaugeschäfts Hannants nur 200m hinter dem Museum rechts in einem kleinen Industriegebiet befindet. Allerdings war ich vom Angebot nicht wirklich begeistert, das hätte ich mir etwas umfangreicher gewünscht.
Das Museum hat deutlich über 100 Flugzeuge ausgestellt. Im Freien gibt es so gut wie keine Ausstellungsstücke, sieht man von einer Abschussrampe der Boden-Luft Rakete "Bloodhound" und einer Spitfire und Hurricane auf Säulen ab. Dazu kommen noch zwei Rescue Boote der R.A.F. aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und eine Hawker Hunter.
Wer die Homepage des R.A.F. Museums aufsuchen möchte, die sehr detailliert alles beschreibt, klickt bitte hier: HOMEPAGE R.A.F. MUSEUM
Die Sichtweise des Museums ist natürlich sehr national gefärbt, die Fliegerei wurde somit mehr oder weniger in G.B. erfunden und dort zur Vollendung entwickelt...
| Ein Nachtjäger Bf-110G-2 in der Halle "Battle of Britain" | ![]() |
Das Museum besteht aus verschiedenen Hallen und Gebäuden, die zum Teil von dem ehemalige R.A.F. Stützpunkt Hendon weiterverwendet wurden, aber teilweise auch neu gebaut sind. Freistehend rechter Hand findet sich die Halle "Battle of Britain", in der in verschiedenen patriotischen Szenen der Zeit der damaligen Luftschlacht um England gedacht wird. Darin sind auch interessante deutsche und englische Flugzeuge aus dem zweiten Weltkrieg ausgestellt. Leider ist die Halle so ziemlich das dunkelste Loch, was mir als Museum je begegnet ist. Es ist nicht nur nahezu unmöglich, ohne Blitz darin zu fotografieren, man kan auch wirklich kaum etwas von den Exponaten erkennen.
![]() |
Diese Vickers Vimy ist ein flugfähiger Nachbau der Maschine, mit der Alcock und Brown 1919 ihren Flug über den Atlantik machten. |
Geht man aus der Halle über den Hof an den Rettungsschiffen vorbei, ereicht man die Grahame-White-Factory, ein alter Hangar voller Flugzeuge aus der Zeit des ersten Weltkriegs. Dort sind die Lichtverhältnisse sehr viel besser und die schön restaurierten Originalstücke und die Replica einer Vickers Vimy sind echt sehenswert. Unerreichbar neben der Halle steht auch noch eine Hawker Hunter in den Farben des Omans.
![]() |
![]() |
Die Haupthalle beinhaltet die so genannten "Milestones of Flight", eine Kollektion wichtiger Flugzeuge unter dem Gesichtspunkt des Beitrags zur Luftfahrtgeschichte.
![]() |
![]() |
Von dieser Halle aus schließen sich zwei weitere Hallen an, einmal die wiederum sehr dunkle "Bomber Hall" (u.a. mit einer Avro Lancaster und einer Vulcan) und die "Historic Hangars Collection" mit besserem Licht und einer bunten Sammlung an Flugzeugen und Hubschraubern, die bei der R.A.F. im Laufe der Geschichte so zum Einsatz kamen.
![]() |
![]() |
Insgesamt ein sehr schönes Museum mit super gepflegten Exponaten, dass ich mir so groß nicht vorgestellt hatte. Man sollte für die Besichtigung mindestens 4 Stunden Zeit einplanen. Leider sind die Lichtverhältnisse wie angesprochen in zwei der Hallen extrem schlecht.