Die Yak-28 (Jak-28) im Maßstab 1:72 - Autor: Thomas Moll

Geschichtliches

Die Yak-28 (NATO-Code Brewer = Brauer,Bierbrauer)diente als Mehrzweckkampfflugzeug ausschliesslich in der sowjetischen Luftwaffe. Der Erstflug fand ca.1960 statt,die letzten Maschinen,eine Version für elektronische Störmassnahmen,wurden Ende der 80er Jahre durch die SU-24 abgelöst. Es gab Versionen zur Abfangjagd mit längerem Rumpf und Radarbug("Firebar"),diverse Bomber-,Aufklärer- und ECM-Ausführungen mit unterschiedlichen Glasnasen und einen Trainer("Maestro").

Insgesamt sollen um die 1000 Maschinen gebaut worden sein,also doch eine beträchtliche Anzahl.

   
   

Das Modell

Der ukrainische Kleinserien-Hersteller AMODEL hat sich als erster diesem wichtigen Typ gewidmet und bisher 4 verschiedene Bausätze herausgebracht.

Die hier besprochene Yak-28R hat die gleichen Grundteile wie die anderen Bausätze.

Bevor man sich an den Zusammenbau wagt,sollte man sich klarmachen, dass eine Menge Arbeit auf einen zukommt. Grundsätzlich muss jedes Teil nachbearbeitet werden. Gerade im Bereich Cockpit,Fahrwerksschächte und Triebwerke ist viel Improvisationstalent gefragt, da die Teile kaum zusammenpassen. Hinzu kommt, dass es wenig Referenzmaterial gibt.Die Bauanleitung sagt zu wenig zur Farbgebung aus.

Hat man sich durch das Gröbste durchgekämpft,sieht das Ergebnis vielversprechend aus oder anders gesagt, das Modell kommt dem Original sehr nahe.Positiv hervorzuheben sind die dünnen Tragflächen mit positionierbaren Rudern und Klappen.

Erst nach Aufbringung der Lackierung fiel mir auf,dass die Flügel in der Draufsicht nicht in gleicher Höhe am Rumpf ansetzen.Die Differenz beträgt ca. 5-10mm.Diesen Fehler kann man nicht korrigieren.

Die Decals sind leider zu matt. Des weiteren ist der weisse Rand der Sterne zu breit.Ich habe sie durch übrig gebliebene aus der Ersatzteilkiste ersetzt.

Fazit

Für den Fan russischer Flugzeuge ist dieser Kit ein Muss,wenn auch vom Modellbauer viel Erfahrung und Geduld abverlangt wird.