Modell: Sd.Kfz. 182 "Königstiger" mit Porscheturm der Firma Dragon
Figuren: Dragon
Diorama: Eigenbau
Der Zusammenbau geht zügig vonstatten und beginnt bei der Unterwanne, an die das Schachtellaufwerk montiert wird. Weiter geht es mit Oberwanne und dem Turm. Entgegen der Bauanleitung habe ich die Kette erst nach der Lackierung angebracht. Der Bausatz besticht mit seinen sehr feinen Gravuren, die Schweißnähte sind sehr realistisch wiedergegeben und sogar die Schnittkanten der Panzerplatten sind sehr schön mit der rauen Struktur versehen, die entsteht, wenn Metall mit dem Schneidbrenner bearbeitet wird. Die Passgenauigkeit ist ebenfalls ausgezeichnet, die einzige Stelle, die ich verspachteln musste, befand sich am Turm unter der Kommandantenkuppel, an der eine Platte in die Seite des Turms eingelassen wird. Bei der Kanone kann man unter zwei Typen wählen. Ich habe mich für die entschieden, die auf Aufnahmen des Vorbilds meines Modells zu sehen war. Das Werkzeug, das auch sehr fein ist, habe ich auch erst nach der Lackierung angebracht. Die Seitenschürzen, die leider nur jeweils aus einem Teil bestehen, habe ich etwas dünner geschnitten, da sie mir zu dick erschienen und in Segmente unterteilt, damit mein Modell durch das Fehlen einiger Schürzen einen gebrauchten Eindruck macht. Ich habe auch ein paar Schürzen unter Einfluss von Wärme leicht verbogen. An den Stellen, an denen die Schürzen fehlen, habe ich kleine Rundprofile als Halterungen angeklebt. Am Modell sind alle Luken offen darstellbar, diese Option habe ich auch an einigen Luken genutzt. An der Luke des Richtschützen habe ich noch die Feststellhalterung aus schmalen Plastikstreifen nach Vorbildaufnahmen ergänzt. Der Notekscheinwerfer erhielt noch eine Leitung aus dünnem Draht, die ich ebenfalls nach Vorbildaufnahmen ergänzte.
Zuerst habe ich einen nach oben hin offenen Holzkasten gebaut, den ich mit Styropor ausfüllte. Danach erfolgte eine erste Anpassung des Modells ins Gelände, um so feststellen zu können, an welche Stellen Geländeerhöhungen kommen. Die Geländeerhöhungen wurden ebenfalls aus Styropor ausgeschnitten und mit Gips an ihrem Platz fixiert. Danach wurde die gesamte Landschaft mit Gips überzogen. In den noch feuchten Gips wurden Ketten- und Fußabdrücke eingedrückt. Nach Durchtrocknung wurde das Bunkerloch und der Graben zum Bunkereingang ausgehoben. Der Bunker wurde direkt ins Diorama gegossen. Dies geschah folgendermaßen: Die Wände wurden mit Plastiksheet verschalt und mit Gips ausgegossen. Nach der Trocknung wurde die Oberfläche mit rauem Schleifpapier bearbeitet, um so die typische Betonstruktur zu erzeugen. In den Innenraum wurde ein Boden eingegossen. Das Dach ist eine Sperrholzplatte, welche mit Gips überzogen wurde und auch wie die Wände bearbeitet wurde. Das Treppenfenster entstand aus Plastikplatten, die ich jeweils mit einer größeren Aussparung in der Mitte versah und dann aufeinander klebte. Das Fenster wurde dann in den Bunker eingepasst und mit Revell Plasto fixiert. Der Bunker wurde mit Faller Straßenmalfarbe Beton bestrichen und nach dem trocknen mit einem Washing aus verdünnter Künstlerölfarbe in den Tönen rost und schwarz behandelt.
Als der Bunker durchtrocknet war, wurden die Stellen, die später Erdboden darstellen sollen, mit Brillux Abtönfarbe 951, einen oliven Ton bestrichen. In die noch feuchte Farbe wurde gesiebte Gartenerde gestreut, die ich auch noch mit einen Holzleim-Wasser-Gemisch besprühte. An manchen Stellen wurde Vogelsand statt Erde benutzt, da dieser feiner ist.
Nach vollständiger Durchtrocknung wurde der gesamte Untergrund mit verschiedenen Erdtönen (Rev. 86/87/89) eingefärbt. Es kam ein Washing mit stark verdünnter schwarzer Revellfarbe und ein Drybrushing mit Humbrol 187 hinzu. Auf diese Weise wurde der Untergrund aufgelockert und wirkt dreidimensionaler. Auf den mit Farbe behandelten Untergrund wurde an ausgewählten Stellen Woodland fine Turf in den Farben burned gras, earth und Wiese entweder als Bodendecker oder als Untergrund für das Heki Gras Flor aufgebracht. Danach wurde das Gras Flor in kleine Stücke gezupft und aufgeklebt.
Der Baum entstand aus einem 10mm starkem Holzrundstab, der mit Milliput eingekleidet wurde. Danach wurden Löcher in den Stab gebohrt und in diese Löcher klebte ich Drahtstücke, die in Astform gebogen wurden. Der Draht wurde ebenfalls mit Milliput eingekleidet, so entstanden die Hauptäste des Baumes. Der Baum wurde anschließend graviert, sodass er die typische Rindstruktur erhielt und ein Astloch wurde aufmodelliert. Der Baum wurde in den selben Tönen lackiert wie der Erdboden, mit einer Ausnahme: ich verwendete Humbrol 86 Schokoladenbraun anstelle von Revell 86 Sand. Der Baum wurde noch mit schwarzer Farbe gewaschen, um die Rindstruktur zu betonen. Für die Belaubung verwendete ich Heki Blattwerk. Das Blattwerk wurde mit Draht um die Milliputäste gezwirbelt. Hier und da wurde noch ein Ast aus Blattwerk eingeklebt.
Zum Schluss wurde das Diorama noch mit Gegenständen aus der Restekiste ausgestaltet, der Bunker mit Tarnnetzen aus Mullbinde abgetarnt und die Figuren angebracht.